Sinusitis

Funktionen der Nase

Die Nase des Menschen reguliert Feuchtigkeit und Wärme des Luftstroms. Außerdem filtert und entfernt sie eingeatmete Schmutzpartikel. Die Reinigung erfolgt durch feine Flimmerhärchen, die zu Millionen auf den immunkompetenten Zellen sitzen. Sie transportieren den Schleim und den Schmutz in den Rachen, so dass er ausgespuckt werden kann und nicht in die empfindliche Lunge gelangt.

 

Funktionieren die Reinigungsmechanismen nicht richtig oder sind überlastet, haben Bakterien, Viren oder auch Pollen ein leichtes Spiel und führen immer wieder zu Schnupfen, Erkältungen und Allergien. Durch die regelmäßige Anwendung der Nasendusche 1-2 mal täglich werden Viren, Bakterien und abgelagerte Schmutzpartikel weggespült, die Schleimhaut befeuchtet und die Selbstreinigungskraft unterstützt – eine Maßnahme, die das Erkältungsrisiko deutlich vermindert.

 

Anwendungsgebiete

 

  • bei häufig auftretendem Schnupfen
  • bei Neigung zu Erkältungskrankheiten
  • bei trockener Nase und festen Borken (Verkrustungen aus Blut und Sekret)
  • bei starker Staub- und Schmutzbelastung
  • bei Pollenflug für Allergiker
  • bei chronischen Entzündungen der Nase und der Nasennebenhöhlen
  • nach operativen Eingriffen im Bereich der Nase und Nasennebenhöhlen
  • bei Schlafstörungen und Schnarchneigungen

 

Was kann eine chronische Sinusitis auslösen?

Die häufigste Ursache chronischer Nebenhöhlenerkrankungen ist die Allergie besonders die Hausstaubmilbenallergie z.B. in der Bettwäsche. Auch über Jahre eingenommene abschwellende Nasentropfen, chronisch entzündete Mandeln, schlecht behandelte und beherdete Zähne provozieren eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Die Nasenatmung kann außerdem durch eine schiefstehende Nasenscheidewand (Septumdeviation) behindert werden (angeboren oder durch Unfall).

 

Vorteile der Nasendusche

Die Nasendusche läßt sich problemlos befüllen und leicht reinigen. Ihre angenehme Handhabung nimmt wenig Zeit in Anspruch. Im Gegensatz zu Nasentropfen kann sie täglich durchgeführt werden. Abschwellende Präparate sollten höchstens drei bis fünf angewendet werden. Sonst gewöhnt sich die Nasen-Schleimhaut daran, die Schwellung kann zum Dauerzustand werden, und die Nasenschleimhaut selbst wird geschädigt.

Wichtig: Damit keine bakterielle Entzündung auf die Nasennebenhöhlen übergreift, sollten Sie Schnupfen immer behandeln. Wenn die Nasenatmung behindert ist, werden auch die Bronchien anfälliger für eine Infektion: Bei Mundatmung trocknen die Schleimhäute in Rachen und Bronchien aus, und ihre Widerstandskraft gegen Krankheitserreger nimmt ab. Genau so wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zur Befeuchtung der Schleimhaut, regelmäßiges Zähneputzen und ausreichend Vitamin C.

 

Durchführung

Zur Durchführung von Nasenspülungen eignen sich besonders isotonische Lösungen, die dem Mineralstoffgehalt des Blutes angepaßt sind. Eine solche Lösung kann durch Lösen von einer bestimmten Menge Salz in Wasser hergestellt werden. Besonders empfehlenswert ist die Verwendung einer Emser Salz Lösung (biologisch entzündungshemmendes Mittel). Abzuraten ist von Spülungen mit reinem Wasser, denn sie reizen die Nasenschleimhäute und verursachen häufig Kopfschmerzen. Die Mischung aus Wasser und Kochsalz sollte der natürlichen Salzkonzentration im Blut entsprechen. Diese liegt bei 0,9 Prozent. Das bedeutet: Auf ein Liter Wasser kommen neun Gramm Kochsalz. Diese Mischung ist in aller Regel eine sehr angenehme und wirkungsvolle Methode zur Reinigung unserer Nasenschleimhaut. Und darüber hinaus völlig ohne Nebenwirkungen.

Bei einer Nasenspülung mit der Nasendusche werden die Gänge der Nasenhöhle gespült. Dabei fließt die Spülflüssigkeit zum einen Nasenloch hinein und zum anderen wieder heraus. Richtig angewendet, gelangt die Lösung nicht in den Rachen. Daher kann die Nase mit der Nasendusche auch problemlos mit größeren Flüssigkeitsmengen (bis zu 250 ml) gespült werden. Das Gehäuse der Nasendusche ist so elastisch, dass durch einfaches Zusammendrücken der Spüldruck geändert werden kann. Dies ist bei arg verstopften Nasen von entscheidender Bedeutung. Nach der Anwendung wird sie einfach mit heißem Wasser ausgespült und an der Luft getrocknet.

 

Jana Zimmermann